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WordPress CMS vs. Headless CMS

WordPress oder Headless CMS? Ein Vergleich aus Agentur-Sicht

Kurzfassung

  • WordPress ist ein klassisches All-in-one-CMS, das Inhalte, Design und Funktionen in einem System vereint und sich besonders für klassische Unternehmenswebsites eignet.
  • Headless CMS trennen Inhalte vollständig von der Darstellung und liefern Content flexibel über Schnittstellen an Websites, Apps oder andere Kanäle aus.
  • Headless WordPress ist ein Hybrid-Ansatz, bei dem WordPress als Content-Backend dient und das Frontend separat entwickelt wird.
  • WordPress punktet durch einfache Pflege, schnelle Umsetzung und integrierte SEO-Funktionen.
  • Headless-Lösungen bieten maximale Flexibilität und Performance, erfordern jedoch deutlich mehr technischen Aufwand.
  • In rund 80 % der Projekte ist klassisches WordPress aus Agentur-Sicht die sinnvollere und wirtschaftlichere Lösung.

Die Wahl des richtigen Content-Management-Systems ist heute deutlich anspruchsvoller als noch vor einigen Jahren. Websites sind längst nicht mehr nur klassische Unternehmensauftritte, sondern häufig Teil größerer digitaler Lösungen. Mit steigenden Anforderungen an Performance, Skalierbarkeit und flexible Inhaltsverteilung wächst auch die Unsicherheit bei der Systemwahl. Nicht jedes CMS eignet sich für jedes Projekt gleichermaßen. Umso wichtiger ist es, die Unterschiede zwischen WordPress, Headless CMS und hybriden Ansätzen realistisch einzuordnen.

Warum die CMS-Frage heute komplexer ist als früher

Digitale Projekte haben sich stark weiterentwickelt. Neben klassischen Unternehmenswebsites spielen heute auch Web-Anwendungen, Plattformen und digitale Services eine zentrale Rolle. Schnelle Ladezeiten, stabile Performance auch bei hoher Nutzung und die parallele Nutzung mehrerer Kanäle sind für viele Unternehmen relevant geworden. Gleichzeitig unterscheiden sich Projekte deutlich in Umfang und Zielsetzung. Eine pauschale CMS-Lösung für alle Szenarien gibt es daher nicht.

Was ist ein Headless CMS?

Ein Headless CMS ist ein System, das sich ausschließlich auf die Verwaltung von Inhalten konzentriert. Texte, Bilder und Daten werden zentral gepflegt, ohne festzulegen, wie sie später dargestellt werden. Die Ausspielung erfolgt über technische Schnittstellen an unterschiedliche Ausgabekanäle, etwa Websites oder Apps. Dadurch bleibt die Darstellung flexibel und unabhängig vom System, in dem die Inhalte verwaltet werden. Headless CMS kommen vor allem bei technisch anspruchsvollen Projekten oder bei Multichannel-Szenarien zum Einsatz.

Klassisches WordPress – bewährt und weiterhin relevant

WordPress ist nach wie vor das am weitesten verbreitete Content-Management-System weltweit und wird in vielen Projekten erfolgreich eingesetzt. Es bietet einen einfachen Einstieg, gute redaktionelle Möglichkeiten und eine breite Auswahl an Erweiterungen. Inhalte lassen sich unkompliziert pflegen, und grundlegende SEO-Funktionen sind direkt nutzbar. Bei sehr komplexen Anwendungen stößt WordPress jedoch an Grenzen, etwa bei individuellen Datenstrukturen oder besonderen Performance-Anforderungen. Für viele Unternehmenswebsites bleibt es dennoch eine bewährte und wirtschaftliche Lösung.

Sonderfall: Headless WordPress

Headless WordPress verbindet WordPress als Content-Backend mit einem getrennten Frontend. Inhalte werden weiterhin in WordPress gepflegt, aber über Schnittstellen an eine separat entwickelte Oberfläche ausgeliefert. Dieser Ansatz bietet mehr Flexibilität als klassisches WordPress. Gleichzeitig steigt jedoch der technische Aufwand für Entwicklung, Wartung und Betrieb deutlich. Headless WordPress ist daher kein Standard, sondern eine Lösung für klar definierte Anforderungen.

Einordnung der Systeme im Vergleich

Ein direkter Vergleich zeigt, dass sich die Systeme deutlich unterscheiden. WordPress ist schnell einsatzbereit und besonders redaktionsfreundlich. Headless CMS bieten maximale Flexibilität und sehr gute Performance, erfordern jedoch ein komplexeres Setup. Headless WordPress liegt funktional zwischen beiden Ansätzen, bringt aber zusätzlichen technischen Aufwand mit sich. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt weniger von Trends als von den konkreten Projektzielen ab.

Wann welches System sinnvoll ist

Für klassische KMU-Websites ist WordPress in den meisten Fällen die passende Lösung. Auch bei Corporate Websites reicht WordPress häufig aus, solange keine besonderen technischen Anforderungen bestehen. Plattformen und Web-Anwendungen mit hoher Skalierung profitieren hingegen meist von einem Headless CMS. Wenn Inhalte parallel auf mehreren Kanälen ausgespielt werden sollen, bieten Headless-Ansätze klare Vorteile. Entscheidend ist immer der konkrete Einsatzzweck.

Fazit aus Agentur-Sicht

Die Wahl des richtigen CMS sollte immer projektbezogen erfolgen. Aus unserer Erfahrung zeigt sich jedoch klar, dass in rund 80 % der Projekte klassisches WordPress die sinnvollere Lösung ist. Es ist bewährt, effizient und deckt die Anforderungen vieler Unternehmen zuverlässig ab. Headless-Systeme sind leistungsstark, entfalten ihren Mehrwert jedoch nur dann, wenn die technischen Anforderungen dies tatsächlich erfordern. Eine fundierte Entscheidung spart langfristig Kosten und vermeidet unnötige Komplexität.